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Geschichte

Deutschunterricht im Herbst 2004. Schon oft hatten Anton und Stefan (bis zur Auflösung der Band Gitarrist von Atrox neX) darüber gesprochen, dass Stefan in seiner damaligen Band nicht zufrieden ist, sondern es ihn eher zu metallischen Klängen hinzieht und dass Anton, nachdem er viele Jahre in seiner russischen Heimat Akustikgitarre gespielt hatte, endlich seine kürzlich erworbene erste E-Gitarre zum Einsatz bringen möchte. Doch nie hatte man eine greifbare Idee, um zusammen ans Werk zu gehen. Das sollte sich an diesem Tag ändern.
Anton reichte Stefan ein paar Kopfhörer auf denen die Band Ensiferum lief und meinte, dass er sich vorstellen könnte, diese Art von Musik zu machen. Schnell wurde Stefan nicht nur klar, dass ihm Ensiferum gefällt, sondern auch, dass es genau dieses Mischung aus Folk und Metal war, die den musikalische Nenner zwischen beiden bildete.
Zügig hatte Stefan Johannes, den Schlagzeuger seiner damaligen Band, in der beide nicht glücklich waren, davon überzeugt sich dem Projekt anzuschließen. So geschah es letztlich, dass man im Januar 2005 die Idee in die Tat umsetzte und zusammen Musik machte. Da Anton in Russland als Tenor gesungen hatte, sich Stück für Stück den Bereich der Growling Vocals erschloss, Johannes zwar singen, aber nicht gleichzeitig Schlagzeug spielen konnte und Stefan aus gutem Grund bis heute lieber die Finger vom singen lässt, war schnell der geeignetste Sänger unter den Dreien gefunden.

Nachdem man ein paar Wochen in den öffentlichen Proberäumen der Erfurter MusikFabrik verbracht hatte, durch gute Kontakte von Johannes in eine Proberaumgemeinschaft unter der Erfurter Thomaskirche wechselte und sogar schon 2 1/2 Lieder fertig hatte, kam - mehr aus Zufall - der erste Auftritt des Trios. Es stand der letzte Schultag vor den Abiturprüfungen für die drei ins Haus und beim abschließenden Grillen zum Sportunterricht meinte der Organisator des letzten Schultags, dass ihm die Band abgesprungen sei.
Auch wenn man sich darüber bewusst war, dass die Musik, die durch Antons Growls mittlerweile einen Hauch von Death Metal bekommen hatte, nicht gerade schulhof- und vor allem lehrertauglich war, entschied man sich doch, typisch thüringisch bei Bratwurst mit Senf, am kommenden Tag zu spielen.
So wurde also das Proberaumequipment verschleppt, der Schulhof samt gegenüberliegendem Kindergarten beschallt und die Zuhörer zum einen Teil unterhalten, zum Anderen akustisch gequält. Der Startpunkt des bis dahin immernoch namenlosen Trios war also nun endgültig gesetzt.

Aber man sollte nicht viel länger namenlos bleiben. Schnell standen die ersten offiziellen Auftritte ins Haus und damit auch das Namensproblem. Denn wie soll ein Veranstalter Werbung machen für eine Band, die keinen Namen hat? Die Lösung war, nachdem man sich in endlosen Kreativrunden endlich wenigstens darauf geeinigt hatte, dass es ein lateinischer Name sein soll, ebenso simpel wie effektiv: Man nahm das Lateinwörterbuch zur Hand und blätterte darin herum. Schnell fiel das wohlwollen der Drei auf das Wort "atrox" ("grässlich", "grausam"), dass wie die Faust aufs Auge zu den inhaltlichen Themen der Lieder passte, die sich vor allem den Grausamkeiten der vormittelalterlichen und mittelalterlichen Welt widmeten.
Problem war nur, dass es eine nicht gerade unbekannte Band aus Norwegen gab, die genau diesen Namen trug. Allerdings endschloss man sich dazu, die Namenssuche nicht von vorn zu beginnen, sondern den Namen durch das Wort "nex" ("Mord", "künstlich herbeigeführter Tod") zu erweitern. Ebenfalls passend, weil es keinen Text gab, in dem niemand starb bzw. es nicht um verstorbene ging. Diese textliche Konstante der Band hielt sich übrigens bis ins Jahr 2009.

Durch die Proberaumgemeinschaft fand man schnell auch größere Auftrittsmöglichkeiten. Von der Erfurter Engelsburg bis hin zum Stadtilmer Marktfest spielten die drei Jungs ihre Mischung aus Folk und Death Metal, kamen aber auch schnell zum Schluss, dass klanglich noch etwas fehlte. Vor allem den nicht vorhandenen Bass merkte man live doch ziemlich stark. Nachdem man erfolglos gesucht und getestet hatte, hakte eine Freundin von Anton ein, dass sie einen Bassisten und eine Violinistin kennt, die beide aus Eisenach nach Erfurt gezogen sind. Recht schnell merkte die Truppe, dass die Chemie mit Christian (Bass) und Manuela (mit mehrjähriger Pause bis zur Auflösung der Band Geige bei Atrox neX) stimmt und man erweiterte das Set.

Die Fünf wuchsen zusammen und wurden auch immer professioneller. Doch leider konnte Johannes die Doublebassansprüche der Band nicht bedienen und hatte sich stilistisch in eine andere Richtung weiterentwickelt, wodurch der erste gemeinsame Auftritt der Fünf auch der Abschiedsauftritt für Johannes war, der sich danach anderen Musikprojekten widmete. Vor dem Auftritt stand aber schon fest, dass Enrico, ein Freund von Anton aus Gotha, Johannes ersetzen wird. In dieser Konstellation ging es dann Anfang 2006 ins Tonstudio, um im Zuge eines Samplerprojektes das aktuelle Demo aufzunehmen. Die 2006er Demo erlangte schnell, auch außerhalb Thüringens, gute Resonanzen, leitete aber auch zugleich das bis zur Auflösung schwärzeste Kapitel der Bandgeschichte ein.

Nachdem Manuela aus persönlichen Gründen die Gruppe nicht weiter unterstützen konnte, kam es intern zu vielen Leerlaufprozessen und mit dem Ausstieg von Enrico, der sich eher dem Black Metal widmen wollte, letztlich zum Stillstand. Anton begann sich nebenher einem Death Metal Projekt zu widmen und Christian tat das Gleiche, nur war es bei ihm ein Metalcore Projekt. Nur Stefan resignierte nicht (oder zumindest nicht so stark, wie die Anderen) und suchte nach einem neuen Schlagzeuger. Den fand er Anfang 2007 schließlich in Eric (bis zur Auflösung der Band Schlagzeuger von Atrox neX), einem Mitstudenten seines besten Freundes.
Er passte genau in die ursprüngliche Folk Metal Idee der Band und brachte frischen Wind mit. Allerdings waren Anton und Christian mittlerweile zu stark mit ihren Nebenprojekten und den anderen Musikstilen verwurzelt, wodurch sie sich letztlich dazu entschlossen, dem frischen Wind nicht im Wege zu stehen und die Band verließen.

Eric brachte gleich einen fähigen Bassisten, Martin, mit und man war sich auch schnell einig, dass man sich eher dem klaren Gesang und nicht den Growling Voices widmen wolle. Doch einen fähigen Sänger zu finden, war nicht gerade einfach. Man probierte mehrere aus und entschied letztlich, dass Vanessa (fast bis zur Auflösung der Band Sängerin von Atrox neX), die besten Voraussetzungen und das größte Potenzial hatte. Schnell fand man auch mit Melanie eine zweite Gitarristin, welche Antons Gitarrenpart übernahm. Gemeinsam bereitete man die alten Werke wieder auf, schuf Neue und ging ins Tonstudio. Doch schon kurz darauf entschloss sich Martin, der schon vorm Tonstudio zu zweifeln begann, ob ihm die Musik wirklich gefällt, die Band zu verlassen.
Nach unzählbaren Bassisten, die angetestet wurden, fand man in Fabian einen motivierten Mitstreiter, der sofort Feuer und Flamme für den Stil der Band war. Man ging 2008, wieder im Zuge eines Samplers, ins Tonstudio und beendete auch endlich die Bühnenabstinenz. 2008 sollte es also wieder aufwärts gehen mit Atrox neX. Anfang 2009 entschied man sich dann sogar dazu erneut ins Tonstudio zu gehen, um mit neuem sowie dem Material von 2007 und 2008 eine EP zu veröffentlichen. Diese EP sollte den Weg der letzten Jahre zeigen und den Sprung aus den Kinderschuhen der Band verdeutlichen.

Allerdings blockierten interne Differenzen den Schwung und es drohte in 2009 ein erneuter Stillstand. Aus diesem Grund ergriff Fabian Mitte 2009 die Flucht und auch die Wege von Atrox neX und Melanie trennten sich Ende 2009 aufgrund unterschiedlicher Ziele. Doch just in dieser Zeit trat der Cousin von Eric, Stefan (bis zur Auflösung der Band Sänger und Dudelsackspieler von Atrox neX) in die Band ein und brachte frischen Wind und durch den Dudelsack neue Klangmöglichkeiten mit. Auf der Suche nach einem neuen Bassisten entdeckte Stefan (der Gitarrist, nicht der Cousin von Eric) eher durch Zufall, dass sein guter Bekannter Erik eben ein solcher ist und aquirierte ihn Anfang 2010 sogleich für die Band.
Fast zeitgleich lernte der andere Stefan, also der Cousin von Eric, auf einer Veranstaltung eine Geigenspielerin kennen und überzeugte sie gleich, bei einer Probe vorbei zu schauen. Stefan an der Gitarre staunte nicht schlecht, als da auf einmal Manuela, die ehemalige Violinistin der Band, überraschend den Raum betrat.

Die Chemie zwischen den Sechs stimmte auf Anhieb und so begann man alte Stücke aufzubereiten und die neuen Instrumente einzubinden, aber vor allem nutzte man die Motivation und die kreativen Schübe dazu neue Lieder zu schaffen, die immernoch zum Folk Metal Gedanken der Band passten, aber nun auch durch den Dudelsack eine direkt mittelalterliche Stimmung erzeugten. Kurzum, man ging Anfang 2010 euphorisiert ins Tonstudio, nahm eine Vier-Lieder-Promo auf und beschloss sich den modernen Mittelalter Metal der Scheibe auf die Fahnen zu schreiben.
Die Promo-CD schlug regelrecht wie eine Bombe ein und sorgte dafür, dass Atrox neX sogar auf dem größten Ostdeutschen Mittelaltermarkt sowie als Vorband von Szenebekanntheiten wie Ignis Fatuu und Rammstein Members Club spielen durfte. Dieser enorme Auftrieb wurde gleich genutzt, um Ende 2010 das erste Album in der Geschichte der Band aufzunehmen, welches im Juni 2011 veröffentlicht wurde.

Darauf hin begab sich die Kapelle auf Wanderschaft. Vom Glockengussfest in Sömmerda, über die Taverna Cerritus in Hamburg bis wieder zurück zum heimischen Publikum im Kasseturm und From Hell wurde das Album in die Welt hinaus getragen und ein paar neue Freunde Gefunden. So nahm Matthias, der Veranstalter der Taverna Cerritus, das Sextett in sein Herz und seine Booking Agentur auf und auch Tim opferte sich freimütig den Merch der Band zu übernehmen. So gestärkt, startete Atrox neX ins Jahr 2012. Doch man wollte die eigenen Gassenhauer nicht tot dudeln, sondern den Fans etwas neues auf die Ohren geben. Und so schloss man sich erstmal im Proberaum ein, schrieb neue Songs, machte neue Promofotos und überarbeitete die Website.

Die Grundlagen waren also geschaffen und alles schien gut zu laufen. Schließlich sollte man sogar auf dem Festival Mediaval auftreten, dem größten Mittelalter Festivals in Deutschland. Auch andere große Veranstaltungen waren im Gespräch. Aber interne Reibereien trieben die Kapelle immer weiter auseinander. Die unterschiedlichen Zielvorstellungen, Gemüter und Privatleben kollidierten ständig aufs neue und so zog Sängerin Vanessa im Frühling 2012 als erste den Schlussstrich mit ihrem Austritt. Noch mehr wurde nun diskutiert und versucht das Boot wieder auf Kurs zu bringen. Doch die Bemühungen waren zum scheitern verdammt. Der gefundene Ersatz für Vanessa überstand so nur einen Auftritt mit der Band und wurde aufgrund von weiteren internen Unstimmigkeiten wieder aus dem Dienst am Mikrofon entlassen. Symbolisch könnte man es außerdem nennen, dass Sänger Stefan und Schlagzeuger Eric fast zeitgleich seperat die Treppe hinunter stürzten, dass Gitarrist Stefan wegen Krankheit und Bassist Erik wegen Fahrradsturz im Krankenhaus landeten und das Festival Mediaval somit ohne Atrox neX statt fand.

So lief das Boot auf Grund und die Kapelle entschloss sich, getrennte Wege zu gehen. Zwar gab es Bemühungen die Band weiter zu führen, aber man konnte sich schlichtweg nicht einigen. Dafür, so war der Plan, sollten aus der Asche von Atrox neX zwei neue Projekte entstehen. Ein folkiges - begründet von Sänger Stefan, Geige Manuela und Schlagzeuger Eric - sowie ein metallisches - begründet durch Gitarrist Stefan und Bassist Erik. Doch auch das folkige Projekt zersplitterte sich in Kürze und was blieb, waren ehemals 6 Menschen, die nun seperat von einander lebten und Musik machten. Einzig Gitarrist Stefan und Bassist Erik schlagen noch gemeinsam in die Saiten.

Vergangene Auftritte

22.06.2012 FAK-FESTival (Jena)


12.05.2012 Engelsburg (Erfurt)


12.05.2012 Pfarrhaus (Sättelstädt)
zum Mittelaltermarkt


23.03.2012 UNI-k.u.m. (Erfurt)
mit den SANDSACKS


29.10.2011 From Hell (Erfurt)
mit NACHTBLUT & NEBELSTILLE


15.10.2011 Taverna Cerritus (Hamburg)


30.09.2011 Kasseturm (Weimar)


23.07.2011 Trash (Gera)
Landesfinale LVBC


25.06.2011 Rittergut am Roßplatz (Kölleda)
Auftritt zum Glockengussfest


24.06.2011 UNI-k.u.m. (Erfurt)
RELEASE DES ALBUMS "GEZINKT"


10.06.2011 Train Control (Freiberg)


27.05.2011 Kulturfabrik (Mühlhausen)


30.04.-01.05. Runneburg (Weißensee)
Walpurgisnacht und Mittelaltermarkt
mit DECTERA LUGH & PAMPATUT


23-25.04.2011, Ordensburg (Liebstedt)
Auftritte zum Osterspektakel


08.04.2011, UNI-k.u.M (Erfurt)
Local-Vision-Band-Contest


12.03.2011 HIT-Markt (Leipzig)
zum Mittelalter-Spektakel
"Leipziger Umschlag"


03.12.2010 STC Schmiede (Jena)
zusammen mit "Sitos"


13.11.2010 Pappenwerk (Halle/S.)
Vorband von "Rammstein Members Club"


30.10.2010 Der Cult (Nürnberg)
Vorband von "Ignis Fatuu"


29.10.2010 Scheune (Steinbrücken)
Vorband der Ostlegende "Engerling"


03-05.09.2010 Erfurter Altstadt
zum Mittelaltermarkt "Himmelszeichen"


20.08.2010 Kassetrum (Weimar)


25.06.2010 MusikFabrik (Erfurt)
zum Thementag "Altertum vs. Moderne"


03.04.2009 Engelsburg (Erfurt)


13.12.2008 Domizil (Erfurt)
zum Themenabend "Rock gegen Rechts"


12.12.2008 Sächsischer Bahnhof (Gera)


06.09.2008 SC Schützengasse (Weimar)


25.04.2008 Predigerkeller (Erfurt)


01.11.2005 Predigerkeller (Erfurt)


27.08.2005 Stadtilmer Altstadt
zum "31. Stadtilmer Marktfest"


01.07.2005 Engelsburg (Erfurt)

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